DEFY GRAVITY – wer ist denn das? DEFY GRAVITY – oder kurz DFY – ist ein Start-up, welches mit nachhaltiger Bike Bekleidung in bester Qualität mit Style und Komfort punkten möchte. Vielen dürften die Klamotten mit dem eher wissenschaftlich orientierten Logo schon auf den Trails oder bei Rennen aufgefallen sein. Doch die „Delta f(y)“ sind nicht für Mathematiker gemacht, sondern für den Einsatz auf dem Bike. Aus dem Grund haben wir uns das DEFY Gravity Quantum Kit für einen Test zusenden lassen.

Defy Gravity Quantum Kit
Das Defy Gravity Quantum Kit ist Unisex

DEFY Gravity fertigen ihre Produkte nicht in riesiger Auflage, sondern eher in exklusiven Stückzahlen von +/- 250 Teilen pro Style. Dies stellt natürlich besondere Forderungen an sämtliche Manufakturen der Stoffe und Nähereien. Materialien, Designs und Produktion, alles läuft bei DEFY in Eigenregie. Erstaunlich ist da trotz nachhaltiger Produktion der Preis von 179 € für das gesamte Kit. Die einzelne Shorts bekommt man für 129 €, das Shirt für 79 €.

„Ride and Fly“ alles klar, machen wir!

Fakten

Unisex Kit, für Fahrerinnen und Fahrer geeignet:

  • Quantum Neon Dot Print
  • Piping an Jersey und Shorts in Radiant Pink, Lazer Blue oder Plasma Green
  • Preis für das Kit 179 €
  • Größen: XS, S, M, L, XL, XXL
    (getestet)

Jersey

  • 3/4 Arm Jerseys im Raglan Schnitt
  • Ventilations-Mesh an den Seiten
  • Atmungsaktiv und schnell trocknend
  • OEKO-TEX® STANDARD 100 zertifizierte Stoffe

Shorts

  • Innovatives Bund System, welches einen super Sitz bei unterschiedlichen Bundweiten sicherstellt.
  • Verschliessbare Taschen mit hochwertigen YKK Zipper an Bund und Hosenbein
  • Zwei reguläre Hosentaschen vorne
  • Atmungsaktiv und schnell trocknend
  • OEKO-TEX® STANDARD 100 und bluesign® zertifizierte Stoffe

DEFY Gravity Quantum KitJersey

Wir haben uns die Kits in den Größem S und M schicken lassen. Die Kits sitzen bei Mina mit 1,65 m und Thorsten mit 1,78 m Körpergröße nicht zu eng, aber dennoch eher körperbetont. Ungewohnt ist zuerst einmal die 3/4- Länge der Arme, was sich aber auf dem Trail als sehr angenehm herausstellte. Die Ellebogen sind so leicht gewärmt und geschützt vor Kratzern durch Äste und Sträucher, welche sich gern über die Trails ranken. Während ein herkömmliches Kurzarm-Jersey gerade in Frühjahr und Herbst oft als zu kalt, und ein Langarm Shirt oft zu warm ist, war diese Länge ein toller Kompromiss. Auch lässt sich das 3/4- Shirt leicht hochschieben, sodass auch Ellebogenschoner getragen werden können.

Unter den Armen befindet sich ein Netzstoff, welcher für eine gute Belüftung sorgt. So kommt es an der Stelle nicht zu unangenehmen Hitzestau.

Ein Netz unter den Armen gegen Hitzestau

Das Design des Kits hat uns sehr gut gefallen. Auf den ersten Blick eher schlicht, aber dennoch bunt. Dazu die eher technisch gehaltenen Aufdrucke, welche übrigens extrem guter Qualität sind. Während der Gesamten Saison blätterte nicht irgendwo etwas ab und auch nach einigen Wäschen in der Waschmaschine sehen die Klamotten aus wie neu.

Interessantes Design: Bunt, aber dennoch schlicht. Uns hat der Stoff und das Design sehr gut gefallen.

Shorts

Genau wie das Jersey, ist auch die Shorts nicht zu weit. Und das ist gut so! Die Zeiten von weiten „Clownskostümen“ oder „Schlafanzügen“ sollte inzwischen vorbei sein, denn die Vorteile körperbetonter Kleidung liegt auf der Hand. Der Abstand zwischen Haut und Bekleidung ist nicht zu groß, sodass sich ein angenehmes Luftpolster bilden kann. Dieses wärmt und sorgt durch anliegen auf der Haut für einen guten Feuchtigkeitstransport nach außen. Sehr passend fanden wir die Länge der Hosenbeine. Die Hose ließ sich wunderbar mit Knieprotektoren kombinieren, ohne dass die Bünde unangenehm gespannt haben oder nach oben geschoben wurden.

DEFY Gravity Quantum Kit

Die Hose wird mittels zweier Druckknöpfe geschlossen. Damit diese auf dem Trail nicht selbstständig öffnen können, sind diese zusätzlich mit einem Klettverschluss gesichert. Damit die Hose eine gewisse Flexibilität am Bund aufweist, ist ein Strechband eingearbeitet.

Zwei Druckknöpfe und ein Klettverschluss

Für Liebhaber von Gürteln sind auch entsprechende Schlaufen vorhanden. Egal wie man sich entscheidet, die Hose bleibt da wo sie hingehört.

Dieses kleine Strechband sorgt für Flexibilität. Die Hose hat Gürtelschlaufen.

Was uns an der Hose jedoch nicht gefallen hat, sind die sich nach außen beulenden Hosentaschen. Regelmäßig kam das Innenfutter bei beiden getesteten Hosen leicht aus den Taschen heraus. Wir denken, dass man an der Stelle noch ein wenig verbessern könnte.

Hier ist eventuell eine Verbesserung möglich: Die Hosentaschen beulen sich häufig nach außen.
Ein kleines Fach für die Fahrt ohne Rucksack. Schlüssel und Smartphone passen da locker rein.

Die Hose Verfügt über zwei Taschen auf beiden Seiten. Darüber hinaus befindet sich über dem Gesäß ein kleiner Zipper für Smartphone, Schlüssel oder ähnliches. Dies ist natürlich nur zu gebrauchen wenn man keinen Rucksack trägt. Wir persönlich würden dort ein Brillenputztuch oder ähnliches weiches verstauen. Keine Ahnung was ein harter Gegenstand in der Tasche beim Sturz auf den Rücken anrichtet…! Am linken Hosenbein befindet sich eine weitere Tasche.

In dem Reißverschluss lässt sich ein Smartphone oder ähnliches verstauen.
Die Hosenbeine enden gerade über den Protektoren. Da trägt nichts unangenehm auf.

Fazit

Defy – das englische Wort für „trotzen“. Und ja, das DEFY Gravity Quantum Kit trotze allen Bedingungen auf dem Trail. Die Passform ist „normal“, sodass man seine gewohnte Größe auswählen kann. Der Schnitt des Kits ist figurbetont, aber nicht zu eng. Knie- und Ellebogenprotektoren sind ohne Probleme kompatibel.
Auch die Qualität wusste zu überzeugen, während der gesamten Saison machten keine abstehenden Fäden oder auflösende Drucke negativ auf sich aufmerksam. Eine nachhaltige Produktion und die OEKO-TEX Zertifizierung geben ein gutes Gefühl. Wir sind erstaunt, dass eine kleine Marke zu einem akzeptablen Preis solch gute Produkte auf den Markt bringt. Weiter so – klare Kaufempfehlung!


Text: Thorsten Illhardt, Mina Illhardt
Fotos: Thomas Kappel, Thorsten Illhardt
weitere Infos: https://dfy.io/

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