Adieu Guide, Hallo SRAM G2 Ultimate! Damit wäre auch direkt der wichtigste Punkt angesprochen, denn die G2 beerbt die bekannte, aber hier und da nicht immer ganz sorgenfreie Guide Serie im Bremsensortiment des roten Riesen. Optimiert wurde einiges und man nahm sich unter anderem den großen Bruder, die CODE, zum Vorbild. Verbesserte Ergonomie, mehr Biss und Standhaftigkeit sowie neue Scheiben standen auf dem Zettel. Wir haben die G2 die letzten Monate in unterschiedlichen Szenarien eingesetzt und ziehen ein Fazit.

Adieu Guide, Hallo SRAM G2 Ultimate! Damit wäre auch direkt der wichtigste Punkt angesprochen, denn die G2 beerbt die bekannte,
Optisch setzt sich die Ultimate durch Carbon Hebel ab, die man aber erst auf den zweiten Blick als solche erkennt.

SRAM G2 Ultimate – Die Fakten

Ganz oben auf der Liste stand der Punkt der Bremskraft. Diese sollte erhöht werden und gleichzeitig sollte sie natürlich auch gut zu dosieren sein, sowie einem Ermüden der Hände vorbeugen. Unter dem Strich also so ziemlich alles, was jeder andere Hersteller auch mit seiner Bremse erreichen will. Wir persönlich sind der Meinung, dass eine Bremse vor allem dann wirklich gut ist, wenn sie ihre Performance über einen langen Zeitraum halten kann. Die Code RSC, die wir ebenfalls seit vielen Monaten im Einsatz haben ist z.B. eine solche Bremse. Um daran anzuknüpfen, entwickelte man den Bremssattel neu, damit die Steifigkeit optimiert und die Bremskraft besser in die Scheiben übergeleitet werden kann. Zusätzlich wurde das Volumen leicht vergrößert um das Gesamtpaket kräftiger zu gestalten aber dennoch das Gewicht im Auge zu behalten. Dabei sind am Ende zwei Varianten der G2 heraus gekommen.

  • Modelle
    • SRAM G2 Ultimate
    • SRAM G2 RSC
  • Bremsflüssigkeit Ravenol DOT 5.1
  • Hebel
    • Carbon (SRAM G2 Ultimate)
    • Aluminium (SRAM G2 RSC)
  • Sattel 4 Kolben
  • Einstellungen Druckpunkt, Griffweite
  • Bremsbeläge Organisch, Sinter, Power (neu)
  • Bremsscheiben Centerline (160 mm, 180 mm, 200 mm)
  • Farbe schwarz, lunar grey
  • Gewicht 
    • 242 g / 850 mm Leitungslänge (SRAM G2 Ultimate)
    • 255 g / 850 mm Leitungslänge (SRAM G2 RSC)

Preis SRAM G2 Ultimate 295 € (UVP)
Preis SRAM G2 RSC 190 € (UVP)

Der erste für uns interessante Punkt sind die neuen Beläge, die von SRAM einfach „Power“ genannt wurden. Technisch gesehen handelt es sich hierbei um einen organisch-mettalischen Mixbelag, der das Beste aus zwei Welten vereinen soll. Kombiniert wird das ganze mit der neuen Centerline-X Bremsscheibe. Diese ist zweiteilig und aktuell nur in den Größen 160 und 180 mm erhältlich. Möchte man eine 200 mm Scheibe nutzen, kann man aktuell „nur“ die regulären Centerline Bremsscheiben nutzen.

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Die neuen Centerline-X Bremsscheiben sind optisch klar von den regulären zu unterscheiden.

SRAM gibt für die neuen Scheiben unter anderem eine bessere Hitzebeständigkeit an. Wer bereits Erfahrung mit der Code hat, wird die G2 Hebel als sehr vertraut empfinden. Ergonomie sowie Verstellbarkeit sind auf dem gleichen hohen Level. Der Druckpunkt der neuen G2 lässt sich ganz nach persönlichem Geschmack justieren. Das Spektrum reicht hier von „Ankern bei der kleinsten Berührung“ bis hin zu „Hebel grüßt Griffe bevor was passiert„. Das anpassen der Hebelweite lässt den Druckpunkt nach unserem empfinden absolut unberührt.

Ebenfalls mit an Bord ist die „Bleeding Edge“ Technologie, die das Entlüften des kompletten Systems tatsächlich zu einem Kinderspiel macht. Ein Punkt, den wir an den neuen Bremsen von SRAM tatsächlich fast am meisten zu schätzen gelernt haben.

SRAM G2 Ultimate – auf dem Trail

Die SRAM G2 ordnet sich in der SRAM-Bremsenfamilie zwischen SRAM Level für den XC-Einsatz sowie der Downhill-Bremse Code ein. Da die Code ein amtlicher Anker ist, waren unsere Erwartungen an die G2 dementsprechend hoch. So war es für uns auch völlig normal, die neuen Bremsen in Freiburg auf Borderline und Co „einzubremsen“. Ganz nebenbei hat man hier die Möglichkeit direkt einiges an Höhenmetern zu vernichten und, wenn man denn möchte, oft und beherzt die Bremse zu nutzen. Die G2 ist überraschend schnell eingebremst und bereit für den Trail, was das Vertrauen stärkt. Bereits nach den ersten Testläufen ist klar, das die G2 durchaus in der Lage ist, die gesetzten Ansprüche auch zu erfüllen. Die Dosierbarkeit ist sehr gut, der Druckpunkt fein und sauber definiert. Die Ergonomie ist sehr gut, was aber auch Geschmacksache ist. Die Bremsleistung der G2 ist erfreulich hoch, was sich auch bei längeren Abfahrten nicht verändert.

Adieu Guide, Hallo SRAM G2 Ultimate! Damit wäre auch direkt der wichtigste Punkt angesprochen, denn die G2 beerbt die bekannte,
Auf den heimischen Trails war und ist die G2 ein nahezu perfekter Begleiter und voll in ihrem Element.

In alpinem Gelände zeigte sich dann allerdings doch der kleine Unterschied zur Code. Zwar ist die G2, was die Bremskraft anbelangt, wirklich nur knapp hinter dem großen Bruder, allerdings ist auf Dauer mehr Handkraft notwendig, um eben diese Bremskraft auf den Trail zu bekommen. Wirklich steile Abfahrten über mehrere Kilometer sind so zwar noch kein wirkliches Problem, die Hände ermüden aber schneller als bei einer Code. Das ist aber auch nicht weiter verwunderlich, ist doch das Volumen bei eben jener ein gutes Stück größer. Rein von der Produktplatzierung hat man bei SRAM also sehr gute Arbeit geleistet und für nahezu jeden Fahrer das passende Produkt zur Hand. Fading konnten wir bis zuletzt keines feststellen und auch die neuen Power Beläge machen noch einen guten Eindruck. Je nach Bremsverhalten kann das natürlich bei jedem Fahrer anders aussehen, aber wir würden den Belägen eine durchaus gute Haltbarkeit attestieren.

Sram G2 Ultimate

SRAM G2 Ultimate – zusätzliche Infos

Neben den Power Belägen gibt es noch rein organische und Sinter Beläge. Beide hatten wir über den Testzeitraum nicht zur Hand, können also hier keine weitere Aussage treffen. Wer mehr als 180 mm an der Bremsscheibe benötigt, muss zu den regulären Centerline Scheiben greifen. Wir sind eigentlich lieber mit 200 mm an der Front unterwegs, konnten aber mit 180 mm keine wirklichen Nachteile erfahren. Um Gewicht zu sparen kommt die Ultimate Variante mit Carbon Hebeln, was zusätzlich optisch die Qualität anhebt. An der Ergonomie ändert das freilich nichts, man kann also auch bedenkenlos zur RSC Variante greifen.

SRAM G2 Ultimate
Die Zunge hat aerodynamische Gründe…

Fazit:

Mit der G2 hat SRAM die Guide deutlich überholt. Das Update ist auch eines, welches den Namen wirklich verdient. Neue Entlüftungsfunktion, neue Beläge, neue Bremsscheiben und eine deutlich erhöhte Leistung können von uns bestätigt werden. Die neuen Power Beläge tragen ihren Namen nicht zu unrecht und bilden mit den Centerline-X Bremsscheiben ein standfestes Duo. Wer mehr Leistung braucht greift zur Code, die wir vor allem für Enduro-Racer und DH-Piloten empfehlen würden. Alle anderen Fahrer dürften mit der neuen G2 mehr als zufrieden sein. 


Text und Redaktion: Patrick Frech, Robin Krings
Fotos: Thomas Kappel, Patrick Frech
Weitere Infos: Sram G2 

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