Die ersten beiden Parts unserer Aufbaustory (Trek Slash Rahmen und das Fahrwerk) haben wir euch die letzten zwei Wochen vorgestellt. Heute gehen wir auf zwei Teilbereiche des Enduro Bikes vor, welche nur bedingt zum Bling Bling Faktor eines Bikes beitragen, aber dennoch essentiell sind: das Cockpit, die Sattelstütze und eben der Sattel.

Wir hatten dennoch gewisse Vorstellungen, was diese, in unseren Augen nicht unwesentlichen, Parts können müssen und wie sie auszusehen haben.

Der Sattel

Fangen wir mit dem Sattel an. Immer wieder ein leidiges Thema. Beim falschen Sattel stimmt das im wahrsten Sinne des Wortes. Bei Enduro Rennen ist man mitunter den ganzen Tag auf dem Bike unterwegs und einen nicht unwesentlichen Teil davon auch im Sattel. Von daher haben wir nur eine Bedingung an ihn: Er muss zum Allerwertesten passen. Die Erfahrung hat gezeigt, dass dies mit dem SDG Fly so ist.

Die Sattelstütze

Kommen wir zu der vielleicht innovativsten Entwicklung der letzten Jahre: die verstellbare Sattelstütze. Ein Enduro Race Bike ohne eine höhenverstellbare Sattelstütze ist heute nicht mehr vorstellbar. Etliche Male nutzen wir diese Funktion während eines Rennens. Deshalb ist es unheimlich wichtig, dass sie zuverlässig ist. Diesen zuverlässigen Partner haben wir aus Erfahrung mit der Revive von Bike Yoke gefunden. Ein weiterer, in unserem Fall entscheidender Faktor ist die Einbaulänge der Revive. Konstruktionsbedingt ist der maximale Einschub (240 mm in Rahmengröße L) der Sattelstütze in den Rahmen des Trek Slashs begrenzt. Die Revive von Bike Yoke wiederum weist eine sehr kompakte Bauweise auf, weshalb sie uns hier entscheidende Zentimeter für unsere Sitzhöhe brachte und wir den Slash Rahmen bei 125 mm Hub der Sattelstütze in der Rahmengröße L fahren konnten.

Cockpit und Sitzbereich
SDG Fly Sattel und Bike Yoke Revive Sattelstütze

Das Cockpit

Mit dem Cockpit hat man mehr Möglichkeiten, eine expressive Design- und Materialsprache an den Tag zu legen. Wir haben es beim schlichten Schwarz belassen. Bei der Farbwahl ging es uns zunächst einmal um die Optik. Der rote Slash Rahmen ist sehr auffällig. Jede andere Farbe hätte unseres Erachtens das Erscheinungsbild unruhig werden lassen. Und sind wir mal ehrlich: Das Auge raced mit

Aufbaustory Trek Slash
Das Cockpit, bestehend aus Grace EN Vorbau von Intend, Acros Gothic Lenker und Sensus Lite Griffen

Mit der Kombination aus dem schlichten aber sehr schicken CNC gefrästen Grace EN Vorbau von Intend BC, dem edlen Carbonlenker von Acros in Stealth Optik und den schwarzen Sensus Lite Griffen sind wir unserer Meinung nach optisch sehr gut aufgestellt.

Intend Grace EN Vorbau
Beim Gabelschaft haben wir etwas Luft zum Experimentieren gelassen, um bei der Cockpithöhe ggf. variieren zu können.

Aber auch die Funktion haben wir bei diesen Parts nicht außer Acht gelassen.

So wiegt der Vorbau von Intend gerade mal 82 g. Das ist schon ein sehr starker Wert. Einen kleinen Teil trägt der Klemmbereich für den Lenker dazu bei. Dieser wird nämlich mit nur zwei Schrauben geklemmt. Was bei der Montage des Lenkers etwas aufwendiger ist, sorgt im Fahrbetrieb für mehr Steifigkeit. Ansonsten ist der Grace EN 35 mm lang. Bei der Länge spielt auch der Wohlfühlfaktor auf dem Rad eine wichtige Rolle. Bei einem Reach von 459 mm des Rahmens und eben dem 35 mm langen Vorbau haben wir für uns eine angenehme Länge gefunden.

Der Acros Gothic Lenker überzeugt uns ebenfalls mit einem sehr leichten Gewicht von 190 g bei einer Breite von 780 mm. Die 780 mm sind kein Alleinstellungsmerkmal für den Lenker, dennoch finden wir es ganz gut, dass wir den Gothic in der für uns passenden Breite bekommen haben und ihn nicht noch extra kürzen mussten. Das Carbon macht den Lenker zu einer stabilen, aber dennoch komfortablen Lenkzentrale, um kleinere Schläge und Vibrationen auszugleichen. Bei Carbonlenkern ist auf jeden Fall darauf zu achten, dass viele Hersteller dazu raten, den Lenker nach zwei bis drei Jahren auszutauschen!

Acros Gothic Carbonlenker
Acros Gothic Carbonlenker

Bei den Griffen haben wir uns für die Sensus Lite (89 g) entschieden. Diese sind sehr schmal, wodurch wir sie gut umgreifen können und es zu weniger Ermüdungserscheinungen in der Hand kommt. Die kleinen Lamellen sorgen einerseits für einen hervorragenden Grip mit und ohne Handschuhe und sie sorgen für etwas Dämpfung, ohne dabei an Gefühl zu verlieren.

Um unser Cockpit mit der Federgabel und dem Rahmen zu verbinden, haben wir ein kleines, unscheinbares Schmankerl genutzt. Anstatt einer konventionellen Ahead-Kralle haben wir den Smarty (11 g inkl. Schrauben und Ahead-Kappe), ebenfalls aus dem Hause Intend, verbaut. Dieser ist sehr simpel im Gabelschaft zu montieren und auch wieder zu demontieren. Mit einer kleinen M4 Schraube mit einem konischen Schraubenkopf und einem entsprechenden Konterstück wird Spannung auf das Expander Element gegeben, wodurch dieser sich in den Gabelschaft klemmt. Anschließend kann das Cockpit wie üblich vorgespannt werden.

Aufbaustory Enduro Race Bike
Der Grace EN Vorbau und Smarty, der Ahead-Krallen Ersatz – beides von Intend BC

Gewichtstabelle:

Bike Yoke Revive Satteltütze, 125 mm Hub 486 g
SDG Fly Sattel 216 g
Intend BC Grace EN Vorbau 82 g
Acros Gothic Lenker 190 g
Sensus Lite Griffe 89 g
Intend BC Smarty 11 g

 

Nachdem wir euch heute den Sitzbereich und unseren geheimen Favoriten, das Cockpit, vorgestellt haben, wird das Bike nächste Woche dann schon fast wie ein fertiges Fahrrad aussehen, da wir euch dann nämlich die Laufräder vorstellen.

Hier geht es zu den vorherigen Teilen der Aufbaustory:
Trek Slash Rahmen
SR Suntour Federgabel und Rock Shox Deluxe RT3 Dämpfer

Anmerkung:
Da eine solche Aufbaustory nicht ohne die Unterstützung von freundlichen Partnern möglich ist, möchten wir uns an dieser Stelle herzlich für das Vertrauen von folgenden Firmen bedanken. Diese Liste werden wir mit jedem Part entsprechend fortführen:

Intend BC
Tri-Cycles
Acros
Bike Yoke
Cosmic Sports
SDG


Text: Philipp Kargel
Redaktion: Robin Krings
Bilder: Michael Klasen

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